Seit 2006 heißt es jedes Jahr zur selben Zeit für mich: Acker, Dosenbier und gute Musik. Das Hurricane Festival ist schon zu einem festen Bestandteil des „Sommers“ geworden (wenn man das hier im Norden überhaupt Sommer nennen kann. Eher Herbst mit vereinzelten warmen Tagen). Wie der Name des Festivals schon vermuten lässt, geht es seit ich denken kann an diesem Wochenende auch immer wettertechnisch wild her. Nachdem im letzten Jahr viele Konzerte abgesagt werden mussten und ein Festivaltag sogar komplett ins Wasser gefallen ist, so haben wir uns dieses Jahr wieder dafür entschieden zu pendeln. Auch wenn für mich das ganze drumrum irgendwie dazu gehört, so muss die Vernunft manchmal trotzdem siegen – insbesondere dann wenn man gerade mal 3 Wochen im neuen Job ist.

Wie im letzten Jahr wurde ich wieder von fkp scorpio (Veranstalter) eingeladen ein bisschen hinter die Kulissen zu schauen und mich durchs gesamte Food Line-Up zu futtern. Für mich ist das eine wahnsinnig große Ehre nach 10 Jahren „Privatbesucher“ nun offiziell als Gast eingeladen zu werden. Und das Food Line-Up war dieses Jahr wieder sensationell und hat sich zum letzten Jahr auf jeden Fall noch mal übertroffen. Die Bands waren in diesem Jahr nicht ganz nach meinem Geschmack, aber da das Festival wieder ausverkauft gewesen ist muss es trotzdem den Geschmack von vielen anderen getroffen haben – und man kann es ja sowieso nie allen recht machen, oder?

Den Freitag haben wir wie im letzten Jahr mit einem Pulled Pork Burger von Rolling Taste eingeleitet – den haben wir im letzten Jahr schon gegessen und ich habe mich wahnsinnig gefreut als ich gesehen habe, dass sie wieder vor Ort waren. Pulled Pork ist Schweinefleisch, das bei niedrigen Temperaturen gegart wird. Absolutes Geschmackserlebnis, auch wenn ich sonst kein Fan von Schweinefleisch bin!

Als Nachtisch gab es ein Eis von der Quarkerei. Das ist Eis aus gefrorenem Quark, quasi eine gesunde Sünde. Das Eis kann man mit vielen Toppings erweitern – frisches Obst, verschiedene Saucen und Süßigkeiten wie Oreos, weiße Schokolade, Schokokekskügelchen, Haselnusskrokant.

Musiktechnisch war an diesem Abend Green Day Headliner. Joa, was soll ich dazu sagen – ich weiß nicht ob es an der Akustik lag oder an Green Day selbst, aber irgendwie kamm die Stimmung bei mir nicht an. Mein absolutes Highlight an dem Tag war der DJ ‚alle Farben’ auf der White Stage (im Zelt). Die Stimmung war großartig und alle haben gefeiert und getanzt.

Am Samstag haben wir erst Mal ewig lange ausgeschlafen. Draußen ging die Welt unter, es regnete Bindfäden (wie zu erwarten wenn Hurricane Festival ist) und so haben wir ganz gemütlich in den Tag gestartet und noch zuhause gefrühstückt.Auf dem Gelände angekommen mussten wir unbedingt etwas probieren das wir am Vortag entdeckt haben: Hirsch-Döner! Ja ihr lest richtig, ein Döner aus Hirschfleisch. Mit Preiselbeersauce, Gewürzgurke und Knäckebrot. So ganz skandinavisch eben. Und ich muss sagen: erstaunlich lecker. Hätte ich nicht erwartet und hätte ich mich vermutlich sonst auch niemals getraut zu probieren. Aber man soll ja allem mal eine Chance geben und sich nicht von dem Schein trügen lassen 😀

Danach musste natürlich wieder ein Nachtisch her und wir haben einen Eisstand entdeckt der völlig verrückte Eissorten angeboten hat: Bier, Jägermeister, Gin Tonic, Smacks, Lakritz und viele mehr. Ich habe mich für Gin Tonic, Waldbeere und WACKEN entschieden. Mein Freund hatte Bier, Jägermeister und ebenfalls Wacken (das schwarze Eis sieht wirklich verboten aus!). Fazit: Wacken schmeckte eigentlich recht langweilig nach Vanille – dafür schmeckten die Sorten Bier, Jägermeister und Gin Tonic wirklich genauso wie das Getränk und den Alkohol schmeckte man eindeutig heraus. Zunächst gewöhnungsbedürftig aber super lecker! Wenn ihr mal die Chance habt so verrückte Sorten zu probieren dann scheut euch nicht und probiert!

Musikalisch gab es am Samstag die heiß erwarteten Blink-182 und Linkin Park. Ich muss sagen, dass Blink (auch wenn das neue Album mich nicht überzeugt) immer noch großartig sind und die Lieder einfach Gänsehaut bei mir auslösen – eine Band die mit ihren Liedern viele Lebenslagen meiner Jugend begleitet haben, einfach toll. Linkin Park hingegen sind komplett durchgefallen. Zum einen war die Akustik eine Katastrophe (keine Ahnung woran das lag), zum anderen spürte man bei Chester Bennington keine Leidenschaft. Es war irgendwie ein abspulen von einer einstudierten Performance und so wie Linkin Park in meiner Jugend war, so sind sie heute leider nicht mehr. Ich mein die neue Single könnte halt auch von Helene Fischer sein, oder?!

Am Sonntag ging es dann schon ganz früh zum Hurricane Festival. Da ich am Montag wieder um 6:15 aus dem Bett musste, so wollte ich den Sonntag noch voll ausnutzen. Zum Mittag gab es eine Ofenkartoffel mit Chili Con Carne und Nachos – meeeega lecker! Solltet ihr zuhause unbedingt mal nachmachen. Eigentlich relativ unspektakulär, dafür braucht man auch kein besonderes Rezept – aber einfach wirklich simpel und lecker.

Zum Abschluss gab es natürlich auch noch einen geilen Burger. Ich und Burger – das ist eine endlose Liebe. Neben Eis kann ich zu Sushi und Burger niemals nein sagen und auch dieser hier war wieder so lecker, sodass ich mich direkt noch mal angestellt habe 😀

Am Abend spielte Casper als Headliner – den habe ich bereits 2014 und 2015 gesehen und war jetzt für mich nicht das absolute Highlight weshalb ich bis spät Abends hätte da bleiben müssen. Nachdem wir unsere letzten Kröten noch für VIER (hihihih) Crêpes mit Kinderschokolade ausgegeben haben sind wir dann nach Hause gerollt.

Es gab noch so viele anderen leckere Sachen, zum Glück hatte ich meinen Freund als Unterstützung mit – alleine hätte ich gar nicht so viel essen können, wie ich gerne probiert hätte. Sogar Veganer kamen an vielen Ständen auf ihre Kosten, meine Empfehlung die Süßkartoffelpommes von Vincent Vegan! Dann gab es natürlich auch das leckere Handbrot – das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Aber es gab auch frittierte Schokoriegel, Shawarma, Falafel, gedünstete Burger, Spätzle, Pommes Pervers (Pommes mit verschiedensten Toppings wie Pulled Pork oder Chili Cheese) – bis zum nächsten Jahr muss ich mir unbedingt einen zweiten Magen zulegen, so viel leckeres Essen und so wenig Platz in meinem Bauch!

Alles in allem war das Hurricane Festival einfach wieder eine riesige geile Party. In diesem Jahr hatte ich jedoch zum ersten Mal das Gefühl, dass ich zu alt bin 😀 Insbesondere bei Bands wie SDP war ich geschätzt mindestens 10 Jahre älter als die Leute um mich herum und irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass die Jugend von heute irgendwie merkwürdig ist 😀 Vielleicht entwächst man so einem Festival irgendwann bis man eigene Kinder hat. Dann nerven einen die anderen Kids vielleicht nicht mehr und man rockt mit 50 wieder den Acker – vielleicht war das aber auch nur mein diesjähriges Empfinden weil mich die Bands auch nicht so mitgerissen haben und nächstes Jahr sieht es wieder ganz anders aus. Auf jedenfall bleiben die Raviolidosen im nächsten Jahr zuhause – bei der Vielfalt an Angeboten kann man lieber weniger Essen von A nach B schleppen, sich dabei keinen Wolf laufen und dafür das gute Essen auf dem Gelände genießen.

Organisatorisch habe ich auf jeden Fall dieses Jahr nichts zu bemängeln – aus vielen Sachen die in den letzten Jahren schief gelaufen sind (und man muss dazu sagen, dass noch nie ein Meister vom Himmel gefallen ist und vieles immer Jammern auf hohem Niveau ist!) haben die Organisatoren gelernt und haben wirklich ganz tolle Arbeit gemacht. Das Hurricane Festival ist und bleibt für mich immer ein Herzens-Festival zu dem ich immer wieder gerne zurück komme. An dieser Stelle auch ein DANKESCHÖN für die Einladung und bis zum nächsten Jahr, mein liebes Hurricane!

 

Dieser Artikel ist in freundlicher Zusammenarbeit mit der FKP Scorpio GmbH entstanden und beinhaltet Werbung. 

Written by ninamarleen

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