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mein Rennrad

by ninamarleen

Wieso weshalb warum ein Rennrad? Warum gerade dieses? Fragen über Fragen die die letzten Tage bei mir eintrudelten und ich dachte mir es ist einfacher, wenn ich euch das hier zusammenfasse 🙂🚴‍♀️

Die Idee eines Rennrades schwirrt schon wahnsinnig lange in meinem Kopf herum – ich mache schon immer gerne draußen Sport, habe als Kind und Teenie Tennis gespielt, gehe schon viele Jahre gerne laufen und bin auch sonst gerne an der frischen Luft und in der Sonne. Leider ist jedoch meine Laufkarriere immer irgendwie auch durch meine Knie begrenzt, da ich das sogenannte Patellaspitzen-Syndrom habe. Eine Reizung der Kniescheibensehne. Das trage ich schon seit meiner Jugend mit mir herum, mal mehr, mal weniger und ich weiß auch recht gut wie ich das in den Griff bekomme aber sobald ich mein Knie zu sehr mit Laufen, Box Jumps oder Seilspringen beim Crossfit überanstrenge kommt der Schmerz zurück. Deswegen hatte ich immer schon große Lust mir ein Rennrad zuzulegen, da normales Fahrrad fahren für mich recht wenig mit Sport zu tun hat (und spazieren fahren finde ich persönlich irgendwie einfach langweilig). Das scheiterte aber dann doch immer daran, dass ich niemanden hatte zum Fahren. Klar – man kann so ein Hobby wenn man wirklich Lust darauf hat auch alleine machen und man lernt schnell neue Leute kennen – aber irgendwie macht man es dann doch nicht. Als ich meinem jetzigen Freund davon erzählte war er sofort begeistert, da er auch sehr sportbegeistert ist und auch im Alltag sehr aktiv unterwegs ist und da dank Corona New York ausgefallen ist haben wir die Chance genutzt und uns Rennräder gekauft. Für mich ist damit auf jeden Fall ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen.

Aber welches Rennrad hab ich denn nun und wieso denn genau DAS?
Ich hab das Canyon Ultimate WMN CF SLX Disc 8.0 – das wird euch jetzt erstmal nichts sagen, hat es mir am Anfang auch nicht. Und wenn ihr danach sucht werdet ihr es vermutlich auch nicht finden, da ich wahnsinniges Glück hatte und mein Rennrad im Outlet von Canyon in exakt meiner Rahmengröße für 1100€ günstiger geschossen habe und es auch das allerletzte Modell war.
Mein Bike ist also von Canyon – das ist eine Marke wie viele andere Marken auch, die alle gute Räder herstellen – sei es Bianchi, Rose, Liv, Specialized, Giant oder BMC (um nur ein paar zu nennen). Ich habe mich vorher gründlich informiert was für mich an dem Rad wichtig ist und was ich unbedingt haben möchte (dazu später mehr), habe sehr viele Testberichte gelesen und YouTube-Videos geguckt mit Testberichten. Wenn ihr mal bei Google „Rennrad Test“ eingebt, dann werden euch immer wieder die gleichen Marken über den Weg laufen, die sich am Ende nicht viel nehmen und dann nur noch der persönliche Geschmack entscheidet. Ich hatte großes Glück, dass ich einen sehr guten Freund habe, der schon viele Jahre Rennrad fährt, mehrere Rennräder hat und auch schon einen Ironman bewältigt hat (das ist einfach SOOO unglaublich!) und mir bzw. uns bei der Recherche und Auswahl wirklich sehr gut geholfen hat. Viele kaufen sich leider einfach blind drauf los ein Rennrad, weil sie gern ein Rennrad hätten, versuchen dabei aber so wenig wie möglich auszugeben und holen sich dann beim Discounter für 500€ ein Rennrad. Kann man natürlich machen, wenn man damit nur 15km zur Eisdiele fahren will und auch sonst nur ab und an mal auf dem Fahrrad sitzt – wenn man aber mehr möchte, dann wird man den Kauf spätestens nach einem Sommer bereuen und greift dann im Jahr drauf doppelt in die Tasche oder lässt das Rennrad fahren ganz bleiben. Der Rennrad-Kauf will wohl überlegt sein und Themen wie Rahmengröße, Ausstattung, Material, Laufräder, Scheiben- oder Felgenbremse und natürlich der richtige Sattel sollten beachtet werden. Die erste Frage die man sich stellen muss: Rennrad oder Gravelbike? Ein Gravelbike hat etwas breitere Reifen, wodurch man auch durchaus mal kurze Strecken über Schotter und abseits der Straße fahren kann. Das wollten wir aber bewusst nicht. Zum Einen gibt es hier einfach nicht die Strecken wo ich abseits der Straße fahren möchte, denn dafür würde ich mir dann doch eher ein Mountainbike anschaffen. Zum Anderen wollten wir wirklich etwas schnittiges, windiges, schnelles – eben ein Racebike. Deswegen haben wir uns für ein reines Rennrad entschieden!

Zunächst haben wir die Fahrradläden in Bremen und umzu abgeklappert – aber wer wirklich mal auf die Suche nach guten Rennrädern geht, der wird hier schnell an seine Grenze stoßen. Bei B.O.C. zum Beispiel stand nur eine einzige Rennrad Marke mit einem einzigen Modell, ansonsten noch 2-3 Gravelbikes und halt eine Millionen anderer Fahrräder 😄 bei Stadler genau das gleiche und auch im Fachgeschäft für Rennräder hatten sie nur zwei Modelle zur Auswahl in sehr grellen Farben was uns einfach optisch schon sofort abgeschreckt hatte. Und leider hatte auch keines der Geschäfte ein Rad in meiner Größe vorrätig, weshalb ich – selbst wenn ich vor Ort hätte kaufen wollen – keines der Räder hätte Probefahren können. Leider war der Kundenservice auch durchweg einfach nicht gut, denn auch die Verkäufer verwiesen mich nur auf das Internet („Schauen Sie einfach mal online ob Sie das Fahrrad dort in ihrer Größe finden“ – Gespräch beendet, da keiner der Verkäufer ein Fahrrad in kleiner Rahmengröße für mich bestellen wollte, da vermutlich das Risiko, dass ich mich doch gegen das Rad entscheide und dies dann im Lager steht zu groß war). Daher ist unsere Suche leider am Ende im Internet gelandet, auch wenn wir sehr gerne lokal gekauft hätten.

Was war mir an meinem Rennrad wichtig?

Die nächste Frage die man sich dann stellen muss, wenn man sich für das Rennrad entschieden hat – Aluminium, Titan oder Carbon? Lange habe ich zwischen Alu und Carbon hin und her überlegt – der Vorteil an Carbon ist, dass dies ein ganz spezielles Material ist, welches es ermöglicht einen Rahmen ohne Schweißnähte herzustellen, welcher eine perfekte Balance aus Steifigkeit, Gewicht und Aerodynamik aufweist. Im Profibereich ist Carbon inzwischen etablierter Standart. Außerdem ist Carbon in der Lage Stöße abzufangen und sorgt somit für mehr Komfort auf dem Rad. Der Nachteil an Carbon ist ganz klar die Empfindlichkeit. Einmal auf der Straße richtig lang gemacht und schon kann der Rahmen gebrochen sein. Das ist sogleich der Vorteil an Aluminiumrahmen – diese sind beständiger gegen Stöße – sind aber gleichzeitig oft auch schwerer als Carbonrahmen und damit fast nur im Einsteigerbereich zu finden. Viele Testberichte kommen zu dem Schluss, dass Aluminiumrahmen eher mal einen kräftigen Sturz wegstecken – im Gesamten jedoch Carbonrahmen langlebiger sind. Deswegen: Carbon Rahmen!

Die nächste Frage, die bei der Suche nach dem Rennrad aufkommt: Felgen- oder Scheibenbremse? Bei der Felgenbremse hat man, wie man das üblicherweise vom Fahrrad kennt, zwei Bremsbacken die auf das Rad bzw. auf die Felge drücken wenn man bremst. Bei einer Scheibenbremse ist eine extra Bremsscheibe an der Radnabe befestigt und dreht sich immer mit derselben Geschwindigkeit. Diese dient den Bremsbelägen am Bremskolben zur Auflage, welche im Bremssattel befestigt sind. Sprich: die Bremse bremst auf der Scheibe, nicht auf der Felge. Nachteil an der Felgenbremse ist natürlich, dass auf einem tragenden Bauteil gebremst wird, welches dadurch verschleißt. Außerdem ist die Bremswirkung insbesondere bei Nässe deutlich verzögert und schlechter. Scheibenbremsen hingegen sind wetterunabhängig und bieten schon mit geringer Handkraft gute Bremsleistung. Ein weiterer Nachteil der Felgenbremsen ist die mögliche Hitze die entstehen kann wenn man beispielsweise bei langen Abfahren dauerhaft bremst wodurch der Schlauch platzen kann. Hier im Norden in Bremen ist das natürlich alles nur fiktiv und kein ernstes Risiko – die Scheibenbremsen sind jedoch sehr auf dem Vormarsch und lösen die Felgenbremsen Stück für Stück ab.

Dann kommt die Frage der Schaltung: und da kann ich wirklich nur empfehlen: ausprobieren! Es gibt elektronische und mechanische Schaltungen und da kommt es wirklich nur auf die eigene Vorliebe an. DIE richtige Schaltung gibt es so nicht. Ich habe die Shimano Ultegra R8000 SGS an meinem Bike. Mein Freund hingegen hat sich für eine elektronische Schaltung entschieden und ist damit auch sehr happy. Ist nice to have aber als Einsteiger brauch ich das noch nicht, da das natürlich auch ein großer Kostenfaktor ist 😅

Bei den Laufrädern war mir eigentlich nur wichtig, dass diese möglichst leicht sind – denn die Laufräder machen das Rad erst schwer und gerade das möchte man bei einem Rennrad nämlich nicht. Jedes Gramm welches vermieden werden kann wird vermieden. Ich habe die DT Swiss PR 1400 Dicut db – das sind Alumiumräder, die in dem Fall einfach beständiger und sicherer für Einsteiger sind als Reifen aus Carbon. Beim Sattel und auch beim Lenker habe ich nicht groß drauf geguckt, denn das sind Faktoren die sich „relativ“ leicht austauschen lassen und andere Faktoren am Rad sind wichtiger.

Nach vielen Testberichten sind wir am Ende zwischen Canyon und Rose Fahrrädern gelandet. Und dann muss ich sagen hat am Ende wirklich der persönliche Geschmack entschieden und wir haben uns beide für Canyon entschieden. Canyon hat keinen Verkauf in Geschäften, sondern bietet ausschließlich den Verkauf über ihren Onlineshop bzw. über ihren Showroom in Koblenz an, weshalb wir unsere Räder online bestellt hatten.
Mein Rad hat am Ende 2399€ gekostet – wie gesagt, dies war der Outletpreis – der ursprüngliche Preis lag bei 3499€. Klar hätte ich mir auch ein günstigeren Fahrrad kaufen können, aber ich kenne mich auch. Spätestens im nächsten Jahr hätte ich das Fahrrad auf Scheibenbremse umgerüstet und mir neue Laufräder besorgt und dann wieder 1000€ investiert. So habe ich nun wirklich etwas sehr gutes und hochwertiges für die nächsten Jahre in der Hand. Und: das ist ja auch nur meine persönliche Entscheidung. Nicht jeder kauft sich einen Audi A6 als Auto. Jemand anderes ist mit einem Seat Ibiza absolut zufrieden – jedem Menschen sind andere Aspekte wichtig.

Die Rahmengröße lässt sich übrigens recht einfach über den Onlineshop ermitteln. Dafür benötigt man nur die Körpergröße und die genaue Schrittlänge und schon hat man die Rahmengröße heraus. Ich brauche übrigens bei Canyon: 2XS! Etwas kleineres gibt es auch nicht und deswegen hatte ich auch so Glück im Outlet – ein Bike in Größe M zu dem Schnäppchenpreis hätte es so vermutlich nicht gegebene.

Unsere Räder kamen ca. 2 1/2 Wochen nach der Bestellung bei uns an. Wichtig: die Räder kauft man IMMER ohne Pedale! Wer sich also ein Rennrad bestellt, der sollte daran denken, dass man die Pedale noch extra kaufen muss. Und man muss das Fahrrad noch selbst zusammen bauen. Sprich Vorderrad dran, Lenker dran, Sattel dran – und auch wenn sich das recht einfach anhört haben wir pro Fahrrad knapp eine Stunde gebraucht plus eine Stunde genaues einstellen von Sattelhöhe, Sattelneigung, Lenkerhöhe, Pedale und co. Also bestellen und blind drauf losfahren ist leider nicht 😅 wir haben uns da auch viele YouTube-Videos angeguckt, wollen aber demnächst noch ein professionelles Bikefitting machen. Da werden genaue Punkte am Körper ausgemessen und dann aufs Fahrrad eingestellt.

Welche Pedale und warum? Kann man das Rennrad nicht auch ohne Klickpedale fahren?
Also erstmal: klar kann man Rennrad auch ohne Klickpedale fahren. Ich muss aber bereits nach drei Touren schon sagen: ich möchte nicht mehr ohne Klickpedale fahren. Durch das einknicken der Schuhe in die Pedale gibt es kein Herumrutschen oder Abrutschen auf den Pedalen. Außerdem ist die investierte Kraft durch die feste Bindung an der Pedale deutlich effektiver und man hat nicht nur eine Druck- sondern auch eine Zugphase beim Fahren. Man hat ein deutlich intensiveres Gefühl mit dem Rad verbunden zu sein, fest auf dem Rad zu sitzen und eben nicht bei der kleinsten Bodenwelle abzurutschen.
Ich habe mich für ein Mountainbike-Klicksystem entschieden, also nicht für das typische Rennradsystem, da man beim Mountainbikepedal auf der anderen Seite eine normale Fläche hat (seht ihr im rechten Bild), sodass ich an der Ampel beispielsweise nicht erst auf beiden Seiten in die Pedale einknicken muss um loszufahren, sondern auch mal einige Meter auf der normalen Auflagefläche fahren kann. So kann ich mich gerade als Anfänger mehr auf den Verkehr konzentrieren, als damit beschäftigt zu sein in die Pedale zu klicken. Außerdem kommt man auch einfacher aus den Pedalen raus und vermeidet so unnötige Stürze an Kreuzungen (ist meinem Freund nämlich direkt bei der ersten Tour passiert – er hat die typischen Klickpedale für das Rennrad). Ich hab aber absolut keine Probleme mit dem Ein- und Ausklicken, eben weil ich mich für dieses System entschieden habe. Wenn ich mich wirklich sicher fühle, dann werde ich auch auf das reine Klimasystem umsteigen – aber so bin ich für den Anfang sehr happy damit.

Erstausstattung, was braucht man?
Ganz klar neben den Pedalen und den entsprechenden Schuhen: einen Helm!!! Bitte fahrt nicht ohne Helm Fahrrad – es ist einfach viel zu gefährlich und eure Mitmenschen hätten sicherlich gerne noch etwas länger etwas von euch.
Außerdem: eine gute Rennradhose. Und damit meine ich keine 20€ Hose vom Discounter die einfach eng anliegt und keine Hotpants ist, sondern eine wirklich gute Radhose mit Polstern am Poppes. Und auch hier müsst ihr für eine gute Hose etwas tiefer in die Tasche greifen denn Qualität hat seinen Preis. Das merkt ihr spätestens dann wenn ihr zum ersten Mal eine längere Tour fahrt und ihr schon während der Tour nur noch an euren Hintern denken könnt und am Tag drauf eigentlich gar nicht mehr sitzen könnt. Wir sind an diesem Wochenende insgesamt über 160km gefahren und ich merke an meinem Popo nichts. Also wirklich rein gar nichts. Und genau dann ist eine Radhose gut. Ich habe diese hier und bin unfassbar zufrieden damit: https://www.craft-sports.de/Damen/Hosen-Shorts/Radhosen/CRAFT-Rise-Shorts-W-1906078-999000.html (Werbung)

Ansonsten sind natürlich generell Radklamotten von Vorteil. Ihr seht auf dem Foto, dass ich meine normalen Laufsachen anhabe, die am Rücken nicht verlängert sind weshalb sie den Rücken nicht vernünftig abschließen. Außerdem haben Radtrikots Taschen am Rücken wo man problemlos das Handy, etwas Geld, Taschentücher und co. verstauen kann.

Ansonsten benötigt man noch etwas Kleinkram. Eine kleine Fahrradtasche die sich unter dem Sitz anbringen lässt und möglichst leicht ist (denn man möchte ja nicht noch unnötiges Gewicht an ein extra leichtes Rad anbringen). In diese Tasche kommen ein paar sehr wichtige Dinge, die – wenn man irgendwo in der Pampa steckt – sehr entscheidend sein können. Dazu gehört als erstes ein Ersatzschlauch. Dann zwei Mantelheber, damit ihr den Schlauch auch wechseln könnt. Außerdem eine kleine Luftpumpe – oder so wie wir haben CO2 Kartuschen plus Pumpe. Außerdem Trinkflaschenhalter sowie Trinkflasche. Ein gutes Kettenöl ist dazu noch wichtig, denn wenn die Kette schlecht oder gar nicht geölt ist macht man sich das Bike schneller kaputt als man gucken kann.

Und da sind wir auch schon bei der wichtigsten Frage: was hat das alles in Summe gekostet?
Fahrrad 2399€. Helm 100€. Schuhe 110€. Pedale 50€. Zubehör: insgesamt 120€. Radhose: 60€.
Das ganze Drumherum schlägt also mit fast 500€ auch noch mal gut zu und das darf man keinesfalls vergessen, wenn man mit der Investition in ein Rennrad liebäugelt – denn nur mit dem Rennrad ist es wie gesagt nicht getan.

Kommen wir noch zu ein paar anderen Fragen die sich mehr um das drumherum beziehen:

Wie fühlt man sich nach 100km Radfahren? Gut 😁 Wir waren etwas verrückt und haben direkt als zweite richtige Tour 100km gemacht, obwohl wir am Tag davor schon eine 60km Tour geradelt sind. Ich muss sagen, dass ich erwartet hatte am Tag drauf von der Hüfte abwärts tot zu sein – aber ich hatte bis auf einen müden Körper am Abend nach der Tour wirklich nichts. Keinen schmerzenden Hintern, keinen Muskelkater, keine müden Beine. Also alles tiptop!

Wo wir auch direkt zur nächsten Frage komme: Tut dir nach so einer Tour nicht der Hintern weh? Wie hält du das auf dem Sattel so lange aus?
Radhose, Radhose, Radhose!!!!! Wenn man eine wirklich gute Hose hat, dann schmerzt auch nicht der Hintern. Ohne Radhose würde ich keine 10km fahren 😅

Hast du Schmerzen in deinem Rücken beim Rennradfahren? Nein! Wenn das Rennrad richtig eingestellt ist, dann sollte man keine Probleme beim Fahren haben. Klar hab ich nach 100km Radtour irgendwann leicht meinen Rücken gemerkt, aber das liegt nur daran, dass mein Körper diese Position noch nicht gewohnt ist. Am Tag drauf hab ich davon nichts mehr gespürt.

Fährt man mit dem Rennrad schneller als mit dem normalen Fahrrad? Na klar. Mein Rennrad wiegt jetzt in Summe (ohne Trinken und Werkzeug) knappe 7,5kg und natürlich ist man damit wesentlich schneller unterwegs als mit einem 15-25kg Citybike. Außerdem sind die Rennräder ganz anders gebaut als ein typisches Cityrad und darauf ausgelegt schnell zu fahren und weite Strecken zurückzulegen. Mit einem Cityrad würde ich NIEMALS 100km am Stück fahren und niemals würde man das in 3 1/2 Stunden schaffen. Mit dem Rennrad fährt man (wenn man kein Profi ist) zwischen 25 und 30km/h. Das könnt ihr ja gerne mal auf 100km versuchen – dann spendier ich euch ne Kiste Bier! 😎

Behältst du dein altes Fahrrad? Klares JA! Ich hab noch ein normales Citybike mit dem ich zum Crossfit fahre, zu Freunden oder in die Stadt. Niemals würde ich mein 3000€ Fahrrad mit in die Stadt nehmen – das wäre schneller weg als ich bis 3 zählen kann. Außerdem kann ich an mein 7kg Fahrrad kein 3kg Faltschloss anbringen. Dann ist’s kein Rennrad mehr 😂 Außerdem macht es auch keinen Spaß in der Stadt damit zu fahren, da die dünnen Reifen in jeder Straßenbahnschiene und in jedem Kopfsteinpflaster hängen bleiben würden.

Wie plant ihr eure Strecke? Fahrt ihr einfach drauf los? Nein – ich glaub das wäre auch einfach etwas irre, weil man dann zum einen kreuz und quer durch die Weltgeschichte fährt und am Ende am A**** der Heide ist und wieder zurück muss (ungünstig wenn man sich körperlich nur auf 50km eingestellt hat und nach 70km immer noch 50km Heimweg hat). Zum anderen würde das die totale Fahrfreude nehmen wenn man an jeder Kreuzung überlegen muss wo man lang fährt. Wir haben beide eine gute Sportuhr von Garmin (beide die Fenix 6, Werbung) mit der wir uns Routen vorher raussuchen können und diese auf unsere Uhr ziehen können und die Uhr uns dann die gesamte Strecke navigiert. Ist nicht optimal am Handgelenk und wir suchen noch einen guten Radcomputer den wir am Lenkrad befestigen können, aber so reicht es erstmal. Die Strecken suchen wir vorher entweder in der Garmin App raus oder bei Strava. Zuerst überlegen wir uns wie viele Kilometer wir anpeilen und in welche Richtung es gehen soll (Norden, Süden, Osten, Westen) und dann spuckt uns die jeweilige App ein paar Routen als Vorschläge aus. Das ist wirklich sehr praktisch und kann ich nur empfehlen.

Ich hoffe ich konnte euch so einen groben Überblick über mein Rennrad geben – wieso genau dieses Rennrad, welches Zubehör, wie es meinem Hintern nach einer großen Tour geht usw. Ich bin sehr glücklich mit der Entscheidung mir ein Rennrad gekauft zu haben und freue mich schon auf viele lange Touren im Sommer 😊☀️🚴‍♀️

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